Newsletter | Trends |
Ballaststoffe im Fokus
Das Potenzial von Ballaststoffen für starke Konzepte
Geht es um das Thema Darmgesundheit, so kommt man um Präbiotika nicht herum. Ballaststoffe sind weitgehend unverdauliche Nahrungsbestandteile, die überwiegend aus pflanzlichen Lebensmitteln stammen. Auch wenn unser Körper sie nicht direkt verdauen kann, spielen sie eine zentrale Rolle in der Ernährung. Eine wachsende Zahl an Studien zeigt, dass Ballaststoffe einen wichtigen Beitrag zur Darmgesundheit und zu einer normalen Darmfunktion leisten. In Verbindung mit einem prognostizierten jährlichen Marktwachstum von rund 15 % bis 20301 ergibt sich daraus eine attraktive Ausgangslage für Marken, innovative Produktlösungen für das Segment Darmgesundheit zu entwickeln, die über klassische Probiotika hinausgehen.
Als sogenannte Präbiotika dienen sie nützlichen Darmbakterien – beispielsweise Bifidobakterien und Laktobazillen – als Nahrungsgrundlage. Eine ballaststoffreiche Ernährung kann die Darmflora somit gezielt positiv beeinflussen. Darüber hinaus können Ballaststoffe zur Regulierung des Blutzuckerspiegels beitragen und das Gewichtsmanagement unterstützen.
Gerne geben wir dir einen Überblick über ausgewählte Ballaststoffquellen für Nahrungsergänzungsmittel:

Inulin
Inulin wird beispielsweise aus Zichorie oder Agave gewonnen. Der Ballaststoffgehalt von Inulinpulver liegt in der Regel bei etwa 90 %. Damit eignet sich Inulin besonders gut für Produkte, bei denen ein hoher Ballaststoffanteil gewünscht ist.

Akazienfaserpulver
Akazienfaser ist ein löslicher Ballaststoff aus dem Pflanzensaft von Akazienbäumen. Der Ballaststoffgehalt liegt bei rund 80 %. Im Vergleich zu manchen anderen Ballaststoffen – etwa Flohsamenschalen – gilt Akazienfaser als besser verträglich und verursacht seltener Blähungen.

Flohsamenschalenpulver
Flohsamenschalen enthalten zwischen 70 % und 90 % Ballaststoffe. Sie zeichnen sich durch eine hohe Quellfähigkeit aus und können das bis zu 40-Fache ihres Eigengewichts an Wasser aufnehmen. Dadurch eignen sie sich gut für Konzepte im Bereich Gewichtsmanagement. Wichtig ist jedoch eine ausreichende Flüssigkeitszufuhr, um Verdauungsbeschwerden zu vermeiden.

Konjakwurzelpulver
Die Konjakwurzel ist bekannt für ihren hohen Gehalt des Ballaststoffs Glucomannan (ca. 80 bis 95 %). Dieser weist die höchste bekannte Wasserbindungskapazität auf und kann bis zum 100-fachen seines Eigengewichts an Wasser binden. Im Magen quillt Glucomannan dementsprechend auf und sorgt für ein ausgeprägtes Sättigungsgefühl.

Resistentes Maisdextrin
Resistentes Maisdextrin ist ein Abbauprodukt der Maisstärke und weist einen Ballaststoffgehalt von 80 % bis 90 % auf. Resistentes Maisdextrin gilt als einer der verträglicheren Ballaststoffe und verursacht seltener Blähungen.

Kokosfaserpulver
Kokosfaserpulver wird aus getrocknetem, weißen Kokosfleisch gewonnen. Der Ballaststoffgehalt liegt bei etwa 65 - 70 %. Das Kokosfaserpulver riecht arttypisch nach Kokos, weist auch einen leichten Kokosgeschmack auf und sorgt für ein weiches Mundgefühl.

Haferfaserpulver
Haferfaserpulver weist hohe Ballaststoffgehalte von über 90 % auf. Im Gegensatz zur Haferkleie werden die Fasern aus den Haferschalen, einem Nebenprodukt in der Haferflockenherstellung, gewonnen. Haferfasern enthalten fast keine Kohlenhydrate und sind häufig auch glutenfrei erhältlich.

Apfelfaserpulver
Apfelfasern werden aus entsafteten Äpfeln gewonnen und enthalten neben unlöslichen Ballaststoffanteilen auch die löslichen Pektine. Der Ballaststoffgehalt von Apfelfaserpulver liegt bei etwa 55 %. Apfelfaser hat im Vergleich mit anderen Ballaststoffpulvern einen relativ großen Anteil an Kohlenhydraten.

Pektine
Pektine sind lösliche pflanzliche Ballaststoffe, die unter anderem aus Äpfeln und Zitrusfrüchten gewonnen werden. Neben ihrem Einsatz als Faser sind sie als natürliches Geliermittel – beispielsweise in Marmeladen – bekannt. Der Ballaststoffgehalt liegt zwischen 70 % und 85 %.

Beta-Glucane
Beta-Glucane können aus Hafer, Gerste oder Hefe gewonnen werden. Aus Getreide gewonnene Beta-Glucane enthalten etwa 70 % Ballaststoffe, während isolierte Beta-Glucane aus Hefe Gehalte von 85–90 % erreichen können. Die zugelassenen EFSA-Health-Claims „Beta-Glucane tragen zur Aufrechterhaltung eines normalen Cholesterinspiegels im Blut bei.“ und „Die Aufnahme von Beta-Glucanen aus Hafer oder Gerste als Bestandteil einer Mahlzeit trägt dazu bei, dass der Blutzuckerspiegel nach der Mahlzeit weniger stark ansteigt.“ dürfen nur für die Beta-Glucane aus Hafer und Gerste verwendet werden.

FOS und GOS
Fructooligosaccharide (FOS) und Galactooligosaccharide (GOS) sind besonders im Bereich Säuglingsnahrung bekannt. Sie sind von ihren Eigenschaften her den natürlichen Micholigosacchariden in der menschlichen Muttermilch ähnlich. Als Präbiotika werden sie auch in Nahrungsergänzungsmitteln für die Darmgesundheit eingesetzt – beispielsweise in unserem Mellow Yellow.
Beide zählen zu den löslichen Ballaststoffen, wobei ihr Ballaststoffgehalt je nach Rohstoff und Herstellungsprozess variieren kann: Hochreine FOS liefern über 90 % Ballaststoffe, während GOS auch Zuckeranteile (z. B. Lactose) enthalten können. Diese Bandbreite ermöglicht eine gezielte Anpassung an das jeweilige Produktkonzept – etwa im Hinblick auf Ballaststoffgehalt, Süßkraft oder Verträglichkeit.
„Fibermaxxing“ im Trend
Aufgrund der positiven Eigenschaften von Ballaststoffen für Darmgesundheit und Gewichtsmanagement hat sich in sozialen Medien der Trend des sogenannten „Fibermaxxing“ etabliert. Ziel ist es, die tägliche Ballaststoffzufuhr zu maximieren.
Hintergrund ist, dass viele Menschen die empfohlene Tagesmenge nicht erreichen. Die Deutsche Gesellschaft für Ernährung (DGE) empfiehlt mindestens 30 g Ballaststoffe pro Tag. Tatsächlich liegt die durchschnittliche Aufnahme häufig nur bei 15–20 g täglich.
Wichtig: Eine Erhöhung der Ballaststoffzufuhr sollte stets schrittweise erfolgen, damit sich der Darm anpassen kann. Eine zu schnelle Steigerung kann Blähungen und weitere Verdauungsbeschwerden verursachen.
Dich interessiert das Thema Verdauung? Hier gibts noch mehr Ideen!
Ballaststoffreiche Produktideen mit Biohealth
Wir bei Biohealth haben zahlreiche Ballaststoffe in unserem Portfolio mit denen sich deine Produktideen verwirklichen lassen.
Du bist noch auf der Suche nach Inspiration zu Produktkonzepten rund um das Thema Ballaststoffe?
Denkbar wäre beispielsweise eine schlichte Kapsel mit Glucomannan aus der Konjak-Wurzel, Chrom, Zink sowie den Vitaminen C & B6. So hilft sie, Gewichtsverlust zu fördern und den Stoffwechsel zu unterstützen. Wenn es etwas geschmackvoller sein darf, empfehlen wir einen ballaststoffreichen Inulin-Shake, ergänzt um Verdauungsenzyme sowie ausgewählte Vitamine und Mineralstoffe – ganz in deinem Wunsch-Geschmack!
Oder doch eine Kapsel für den Darm, die ein Präbiotika wie Akazienfaserpulver mit Probiotika wie Laktobazillen und Bifidobakterien zu einem Synbiotika kombiniert?
Schreib uns gerne – gemeinsam entwickeln wir die passende Ballaststoffformulierung für dein Sortiment.



1Grand View Research. " & Globale Marktgröße für Präbiotika, Marktanteil, &, Trendanalysebericht nach Inhaltsstoffen (FOS, Inulin, GOS, MOS), nach Anwendung (Lebensmittel, Getränke, Nahrungsergänzungsmittel, Tierfutter), nach Region und Segmentprognosen, 2022–2030.